Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin

Bilder vom Bezirksverbandshaus
der Kleingärtner Schöneberg-Friedenau e.V.

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Chronik

Im Jahre 1999 beschloss der Bezirksverband Schöneberg-Friedenau e.V. den Bau eines Verbandshauses auf dem Grundstück der Kleingartenkolonie Ideal (ehemals Parkplatz) Vorarlberger Damm 36. ( Ecke Priesterweg )
Mit der Bau- planung-, leitung- und ausführung wurde das Architektenbüro

Dipl.-Ing. K.Jamil
Wolframstraße 5
12105 Berlin
Tel.: 030 751 14 33

beauftragt.

Projektbeschreibung
Das Bezirksverbandshaus liegt im Grünen inmitten der Gartenkolonien des Schöneberger Südgeländes. Es dient zur Versammlung der Kleingärtner sowie zur Schulung und Gartenfachberatung.
Das Erdgeschoss wurde in Massivbauweise aus Porotonsteinen errichtet und wird im Dachgeschoss durch ein biberschwanzgedecktes Mansardendach in Holzbauweise abgeschlossen.
Der zweigeschossige Baukörper wird im Eingangsbereich durch einen 12-eckigen Turm durchdrungen, der der Treppe und das über beide Geschosse reichende Foyer beherbergt.
Die Tragbalken des pyramidenförmigen, kupfergedeckten Daches dringen hierbei durch das Mansardendach in den Innenraum vor.

Besonders hervorzuheben ist das geometrische System des Turmes, auf das sich alle Bauteile beziehen:
Die Treppe ist dem 12-Eck eingeschrieben. Ihre 3 cm dicke Stahlwangen nehmen alle Achsen auf und betonen durch ihre Massivität die Form des Turmes. Das Edelstahlgeländer der Treppe wurde alleinig in den Knickpunkten befestigt und führt von der Treppe um die gesamte Deckenöffnung der Galerie. Es wiederholt die Form des Turmes in kleinerem Maßstab.

Im 125 m2 großen Erdgeschoss befinden sich außer dem Foyer ein Empfangszimmer, der Versammlungsraum (Seminarraum mit Projektionswand, und Konferenztechnik),
eine kleine Küche, die WC-Anlage und der Haustechnikraum. Eine direkte Sichtachse führt uns vom Eingang aus durch Foyer und Versammlungsraum auf die großzügige S´-W´-Terasse, die den Garten erschließt.

Im 115 m2 großen Dachgeschoss sind die Büroräume der Vorstandsmitglieder untergebracht, die von dem Galeriebereich aus erschlossen werden. Der Fußbodenbelag ist hier Parkett, alle anderen Flächen wurden mit Betonwerksteinen gefliest, die im Turmbereich der Symmetrie entsprechend diagonal verlegt sind. 

Bei der Dachkonstruktion wurde im Bereich des Mansardendaches auf eine Mittelpfette verzichtet, um zusätzlich Dachraum zu schaffen. Das Dach des Turmes wird von 12 Holzbalken getragen, die die Achsen eines 12-Ecks bilden und sich im  Firstpunkt in exakt einem Punkt treffen. Die Balken knicken in den Auflagerpunkten ab und werden Horizontal weitergeführt. Die außenliegenden Verlängerungen tragen das waagerechte Vordach des Turmes.

Der gesamte Bau erfüllt überdurchschnittlich die Anforderungen des energiesparenden Wärmeschutzes:
Als Schalungsmaterial für das Fundament wurden Dämmplatten verwendet. Das Gesims im Traufbereich besteht aus Styrodur - Platten und bildet somit einen wirksamen Kälteschutz für die auskragende Decke. Eine Photovoltaikanlage (Solar) auf der süd-westlichen Dachfläche des Mansardendaches trägt zur Stromerzeugung bei. Die Heizung des Gebäudes erfolgt durch Elektro-Speicherheizgeräte.

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