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SchmetterlingEin Jahr der Schmetterlinge 

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Brennnessel ]

Der Kleingärtner kann sich für den Schmetterlingsschutz engagieren; mit nur einer „unordentliche“ Brennnesselecke in seinem Garten, damit wäre schon ein aktiver Beitrag zum Schutz unserer Schmetterlinge geleistet. Vor allem auffällig ist der reichliche Besuch von Schmetterlingen am Sommerflieder“ zu beobachten.

Hier sollen nun stellvertretend einige Arten beschrieben werden, die wir in unserem Garten beobachten können:

 


Tagpfauenauge

Besonders stark vertreten ist das „Tagpfauenauge“.

Die Raupe des Tagpfauenauges entwickelt sich an der Brennnessel, einer ausgesprochen nährstoffliebende Pflanze. Das Tagpfauenauge – auch als Brennesselfalter benannt – vermehrt sich im Jahr, bei guten klimatischen Voraussetzungen (warmes Klima) in mehreren Generationen und hat eine sehr großen Ausbreitungsfreudigkeit. Weniger bekannt sein dürfte, das der Falter an dunklen, feuchten Orten, z.B. in Höhlen oder Bauen erdbewohnender Säugetiere überwintern.

Im Frühjahr paaren sich die Falter und das Weibchen sucht im Mai etwas feucht stehende aber trotzdem besonnte Brennnesselbestände auf und legt dort ihre grünen, fein gerippten Eier in einem dichten Haufen an die Blattunterseite ab.

Nach 2-3 Wochen verlassen die sich im Ei entwickelten Rauben – ca. 3mm lang, grünlichweiß gefärbt mit schwarzglänzende Köpfe - die Eihüllen und machen sich gleich über das erste Brennnesselblatt her. Nach einigen Tagen häuten sich die Raupen und nehmen nun eine graubraune Farbe an und haben mittlerweile die Brennnessel mit einem weißem Gespinst überzogen, in dem sie gemeinsam wohnen. Im letzten Häutungsstadium werden die Raupen tief schwarz mit kleinen weißen punkten und haben lange verzweigte Rückendorne.

Nach einer  Entwicklungsphase von drei bis vier Wochen, stellen die Raupen das fressen ein, zerstreuen sich und suchen einen geeigneten Platz zum Verpuppen. Das können dürre Zweige oder auch Holzstücken sein. An dieser Stelle spinnt sich die Raupe ein kleines weißes Kissen und heftet sich mit dem letzten Beinpaar dort fest und lässt sich in leicht gekrümmter Haltung nach unten baumeln. In dieser Position verharrt sie ca. 2 Tage, dann platzt die Raupenhaut am Rücken nach und nach auf und es quillt die Puppe hervor.

In dieser Puppe entwickelt sich in etwa 14 Tagen, in einem tiefgreifenden Umwandlungsprozess, der Schmetterling bzw. das „Tagpfauenauge“.

Ein weiterer Vertreter ist der „Admiral“.

Dieser Schmetterling ist ein sog. Wanderfalter, dessen Einwanderung aus dem Süden (Mittelmeergebiet)  ab Mai beginnt. Auch seine Eiablage erfolgt ausschließlich an der Brennnessel, doch werden die Eier in deutlichem Gegensatz zum Tagpfauenauge immer einzeln abgelegt. Die Raupe sind Einzelgänger, die in einem zu einer Tüte zusammengesponnenen Brennnesselblatt leben und sich in diesem Schutzgespinst auch verpuppen. Die Raupe kann gelblich oder fast schwarz gefärbt sein, wobei sie hier an den Körperseiten eine gelbe Fleckreihe trägt. Der Falter saugt gerne an Fallobst und überwintert nur im Süden.


Admiral


Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz ist „Schmetterling des Jahres 2006“

Sehr exotisch sieht der „Schwalbenschwanz“ aus.

Dieser Schmetterling legt seine Eier an Doldengewächsen z.B. an Möhre, Fenchel, Dill und Petersilie ab, die den jungen Raupen auch als Futterpflanze dienen.. Die Jungraupe ist zunächst schwarz mit weißem Rückenfleck, im letzten Stadium grün mit schwarzen Ringen und roten Punkten. Eine Besonderheit ist, das die Raupe bei Reizung eine gelbe Nackengabel ausstülpt, an deren Ende Drüsenzellen sitzen, die ein buttersäurehaltiges, intensiv unangenehm riechendes Sekret abscheiden. Eine Überwinterung erfolgt als Puppe.