Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin willkommen auf den Webseiten der Gartenfachberatung
Bild 1 - Blattfleckenpilz
Das Schadbild bei Pilzkrankheiten äußert sich je nach Erreger z.B.
durch Flecken - Bild 1 -, Löcher, Welke, Deformation oder Fäulnis
an den Pflanzenteilen
oder/und auch an den Wurzeln, das sind Reaktionen der Pflanzen auf das
Eindringen des Pilzes. Sichtbar wird die Pilzerkrankung auch durch sog.
Pilzbelag - Bild 2 - oder verschiedene Form der Wucherungen oder Pusteln. Pilze verbreiten
sich durch sog. Pilzsporen die i.d.R. durch die Luft getragen werden und sich
auf andere Pflanzenteile ( Blätter, natürliche Öffnungen oder auch Wunden)
nieder lassen, um dort - wie Samen - zu keimen, dazu benötigen auch sie
Feuchtigkeit. Da Pilze selbst nicht in der Lage sind, sich wie andere Pflanzen
durch ihr Blattgrün (Chlorophyll) zu ernähren, zersetzen sie entweder
lebendes oder abgestorbenes Pflanzengewebe, wodurch es dann zu den oben
beschriebenen Erscheinungsbildern kommt.
Bild 2 -
Grauschimmelpilz
Leider sind die Pilzerkrankungen nun auch im Berlinerraum zu den wichtigsten
Krankheitserregern unserer Zier-, Obst- und Gemüsepflanzen geworden. So zum
Beispiel besonders in den vergangenen Jahren die Monilia Spitzendürre an den
Sauerkirschen, der Birnengitterrost oder auch die Narren- und Taschenkrankheit
an den Pflaumen. Dazu beigetragen haben häufig ungünstige
Witterungsverhältnisse z.B. durch ein zu warmes Frühjahr oder/und durch zuviel
Regen, denn dieses begünstigt vielfach das Auftreten der Pilzerkrankungen. Aber
auch wir Kleingärtner haben dazu beigetragen, so setzen wir auf unserer
Parzelle in der Regel viel zuviel Pflanzen zu eng beieinander, sicher möchten
wir eine großen Arten und auch Sortenvielfalt auf unserer Parzelle aber dadurch
werden leider einige wichtige Regeln außeracht gelassen. Auch wird zuwenig
darauf geachtet, dass nur kräftiges und gesundes Pflanzenmaterial gepflanzt
wird, denn mit Pflanzen die bereits "krank" gekauft und
in unsere Gärten gepflanzt werden, begann schon manch eine kleine Epidemie.
So breitete sich der Birnengitterrost vermehrt durch infizierte
Wacholderpflanzen in unsere Gärten aus! Natürlich dürfen auch die
regelmäßigen Schnittmaßnahmen an den Obst- und Beerengehölze nicht vergessen
werden, denn durch ein auslichten der Bäume und Sträucher (auch Ziergehölz)
kann gegen einen Pilzbefall vorgebeugt werden. Und nicht zu vergessen ist eine
Düngung die umsichtig erfolgt und zwar nur nach Bedarf und nicht aufs gerade
Wohl, denn gerade hier ist vor allem bei einer übermäßigen Stickstoffdüngung
die Anfälligkeit der Pflanzen gegen Pilzen vorprogrammiert, da die Zellen der
Pflanze sich übermäßig mit Wasser anreichern (Balloneffekt) und somit die
Zellwände ausdünnen und leichter vom Pilz durchdrungen und somit infiziert
werden können..
Daher sollten folgende Regeln beachtet werden: