Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin willkommen auf den Webseiten der Gartenfachberatung
- Bild und Info siehe: Pflanzenschutzamt Berlin
Diese schädliche Wespenart - es gibt zwei Arten, eine
schwarze und eine gelbe Pflaumensägewespe, die Unterschiede sind jedoch
bedeutungslos - kommt in manchen Jahren sehr stark vor und hat dann schon
bis Anfang Juli den gesamten Fruchtansatz der Pflaume vernichtet.
Die abgefallenen Früchte weisen außer dem kleinen Eingang auch noch ein
größeres Ausgangsloch auf. Das sind die Schlupflöcher der ca. 12 mm großen,
weißliche, mit bräunlichem Kopf versehene Larven, die sich aus einem Ei
entwickelt haben. Dieses Ei wurde im Frühjahr in die Kelchblätter der
geschlossenen Blüte von der Pflaumensägewespe gelegt, dazu stechen sie mit
ihrem Hinterleib winzige Löcher in die Oberhaut der Kelchblätter. Die Larve frisst
sich in den Fruchtknoten und nach dem dieser aufgefressen ist, bohrt sie
sich in eine neue Frucht, so dass eine Larve mehrere Früchte vernichten kann.
Schließlich verlässt sie die Frucht und überwintert in einem Kokon im
Erdreich um als Pflaumensägewespe im kommenden Frühjahr zu schlüpfen und es
somit zur erneuten Schädigung der Pflaumen kommt. Als vorbeugende Maßnahme
sollten daher alle befallende Früchte aufgesammelt werden bevor die Larven
diese verlassen.
Geeignete chemische Spritzmittel stehen nicht mehr zur
Verfügung, siehe dazu
Indikationszulassung.