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Oktober

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 Klick! kleine Bilder: Kürbis   - Kürbis Cucurbita

Der Kürbis, auch Bebe oder Plutzer genannt, ist eine Beerenfrucht, die in Mittel- und Südeuropa überall heimisch ist. Sie kann bis zu 100 kg schwer werden. Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Aufgrund archäologischer Funde in Mexiko wird angenommen, dass der öl- und eiweißhaltige Kürbissamen den Ur-Amerikanern schon vor 8000 Jahren als Nahrungsmittel diente. Heute sind rund 100 verschiedene Kürbisgattungen mit rund 850 Arten bekannt. Botanisch wird in fünf Arten eingeteilt. Interessant für uns Gärtner sind vor allem die fünf Speisekürbisarten: der Gartenkürbis (C.pepo), der Riesenkürbis (C.maxima), der Moschuskürbis (C.moschata), der Feigenblattkürbis (C.ficifolia) und die Ayote (C.argyrosperma oder C.mixta).
Kürbisse brauchen einen sonnigen Platz und viele Nährstoffe. Unter der dicken, gelben Schale befindet sich das gelbe, manchmal auch weiße oder grüne, saftige Fruchtfleisch, das wenig Eigengeschmack hat. In der Mitte befindet sich ein Hohlraum mit den Kernen.

Hier noch einige Bauernregeln:

Oktoberhimmel voller Sterne hat warme Öfen gerne.

Fällt im Wald das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell`.

Ist der Oktober kalt, macht er dem Raupenfraß Halt.

 

Allgemeines:
Unsere Tiere bereiten sich auf den Winter vor. Die Zugvögel beginnen langsam ihre Reise gen Süden, die Fledermäuse ziehen sich zur Überwinterung zurück und der Igel frisst sich eine Fettschicht an.
Unsere Arbeit besteht u.a. darin, dass die Beete noch einmal gelockert und die unerwünschten Wildpflanzen ausgestochen werden. Das Umgraben ist nur für schwere Böden zu empfehlen. Bei leichten Böden genügt es, den Boden mit der Grabgabel zu lockern. Wer Aussaaterde selbst herstellt, sollte sie jetzt bereits anmischen, zu gleichen Teilen aus Gartenerde, Reifkompost und Sand. Bevor der Frost einsetzt, sollte der Kompost nochmals umgesetzt und aufgeschichtet werden. Vor dem Winter wird nicht mehr gedüngt, bestenfalls darf mit Bodenverbesserer wie Kalk und Gesteinsmehl der Kompost  noch oberflächlich eingearbeitet werden, sollte aber gegen Frost mit einer Mulchschicht geschützt werden.

Im Gemüsegarten/ Kräutergarten


Gemüse und Kräuter

Trotz kühler Tage ist das Wachstum beim Gemüse noch nicht beendet, besonders deutlich wird dies beim Wurzelgemüse. Es sollte natürlich vor dem ersten Frost aus der Erde geerntet werden. Andere Arten von Gemüse sind dankbar für eine Abdeckung mit Folie, Vlies oder Reisig. Zum Beispiel Tomaten und Paprika können dadurch länger weiterreifen, sie dürfen aber durch Nachtfröste nicht faulen. Man kann aber auch bevor diese erfrieren, die Früchte abernten und sie in temperierten Räumen nachreifen lassen oder kann die ganze Pflanze mitsamt den Wurzeln ernten und zum Reifen kopfüber in einen warmen Keller hängen.

Kräuterarten südländischer Abstammung werden abgedeckt, sie sollten nicht mehr beerntet werden, dies gilt auch für Thymian. Bei robusten Kräuterstauden wie Pfefferminze und Zitronenmelisse kann durchaus noch geerntet werden. Mehrjährige Kräuter können noch verpflanzt werden.

Im Obstgarten

Die Äpfel sind erntereif, wenn sie sich unter leichtem Drehen vom Baum lösen lassen, es sollten so viele Äpfel wie möglich mit der Hand gepflückt werden. Nun fallen auch späte Kernobstsorten an. Hinzu kommen späte Pflaumen- und Himbeersorten. Walnüsse und Haselnüsse werden geerntet, sobald sie sich leicht aus der Hülle lösen lassen. Zahlreiche Wildfrüchte lassen sich jetzt ebenfalls ernten. Blutlauskolonien sind jetzt gut an ihren weißen Wachsausscheidungen zu erkennen. Wenn sich die befallenen triebe nicht herausschneiden lassen, kann man die Kolonien auch z.B. mit Leinöl einpinseln und ausbürsten. Zum Schutz gegen den Frostspanner befestigt man einen Wellpappengürtel um die Baumstämme.

Im Ziergarten

Zum Ende der Vegetationszeit lassen sich Stauden pflanzen, solange der Boden frostfrei ist. Vor allem sommergrüne Bäume und Sträucher werden jetzt gepflanzt. Nach den Laubfall ist ebenfalls der beste Termin zur Pflanzung von Laubgehölzen. Wurzelnackte Gehölze erst ca. 1 Std. lang mit den Wurzeln in ein Wasserbad tauchen. Wenn sie keinen festen Ballen haben, sollte man beschädigte Wurzeln bis in gesunde Abschnitte zurückschneiden. Die oberirdischen Triebe werden i.d.R. etwa um 1/3 zurückgenommen. Bei Ballenware den Knoten des Ballentuches im Pflanzloch lösen. Containerpflanzen vor dem Pflanzen ins Wasser stellen. Sie können aufgrund ihres Topfballens rund um das ganze Jahr gepflanzt werden, außer bei Frost.. Zweijahrsblumen sowie Frühlings- Blumenzwiebeln sind rasch an den vorgesehenen Standort zu platzieren. Wer von Sommerblumen oder Wildstauden Samen sammelt, sollte sie abtrocknen lassen bevor sie in ein Gefäß abgefüllt werden, andernfalls verfaulen sie.

Nun beginnt langsam der Rückzug der Dahlien. Treten nur leichte Nachtfröste auf, so lässt sich die Dahlienblüte ein wenig verlängern, indem man die Stauden vor dem Frost mit Vlies schützt. Konnten sie jedoch nicht rechtzeitig vor dem ersten Frost geschützt werden, werden die erfrorenen Stängel handbreit über dem Boden abgeschnitten und die Knollen vorsichtig ausgegraben. An einem schattigen Platz die Knollen kühl und frostfrei lagern. Fuchsien und Geranien halten die ersten leichten Nachtfröste aus. Sie sollten möglichst lange im Freien bleiben. Sie und viele andere Arten sind zwar frostempfindlich, aber grundsätzlich mehrjährig und können im Haus überwintern. Je kühler die Räumlichkeiten, desto weniger Licht ist erforderlich. Optimal sind lichte Kellerräume mit Temperaturen von 5-10 Grad.

 Klick! Bildvergrößerung: Kuerbis  PS: Falls Kürbisse vorhanden sind, sollte einmal gegen sie geklopft werden. Sie sind reif, wenn sie hohl klingen. Die Kürbisköpfe vertragen die herbstliche Kälte, sie brauchen nur gegen Nässe geschützt werden. Der beste Lagerungsort ist die beheizte Wohnung, da im kühlen Keller er schnell fault!