Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin willkommen auf den Webseiten der Gartenfachberatung

Eine übermäßige Vermoosung ist in der Regel auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
auf mangelnde Durchlüftung
Belichtung und Ernährung
falscher PH-Wert des Bodens (zu sauer)
Erreger
Das
verstärkte Auftreten von Moosen im Rasen kann verschiedene Ursachen haben.
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind die Beschattung der Rasenfläche, ein
zu niedriger pH-Wert des Bodens, schlechte Nährstoffversorgung des Rasens,
sowie ein sehr lehmiger oder verdichteter Boden. In jedem Fall herrschen ungünstige
Wachstumsbedingungen für die Rasengräser. Als Folge wird die Grasnarbe dünn
und lückig, so dass Moose und andere Wildpflanzen sich leichter ansiedeln können.
Beschattung und Bodenverdichtungen führen außerdem dazu, dass die
Bodenoberfläche nach Niederschlägen lange feucht bleibt, so dass ein günstiges
Kleinklima für die Ansiedlung und Entwicklung von Moosen gegeben ist. Im
Gegensatz zu den Gräsern werden Moose durch Nährstoffmangel nicht im
Wachstum behindert, da sie ausgesprochen anspruchslos sind.
Vorbeugung und Bekämpfung
Um
die Ansiedlung von Moosen zu verhindern, müssen optimale
Wachstumsbedingungen für die Rasengräser geschaffen werden. Für schattige
Flächen werden spezielle Schattenrasen-Mischungen angeboten, im tiefen
Schatten von Bäumen oder Gebäuden wird man aber auch mit diesen keinen
Erfolg haben. Durch das Aufasten von beschattenden Bäumen können die
Lichtverhältnisse häufig verbessert werden. Der Unterboden muss durchlässig
sein, damit Niederschläge rasch aufgenommen werden können. Der
Bodenhorizont bis 20 cm Tiefe sollte gut mit Humus versorgt sein. Bei Böden
mit hohem Lehm- oder Tonanteil kommt es leicht zu Staunässe. Hier kann die
Wasserführung des Bodens durch Einarbeiten von Sand bei der Neuanlage
verbessert werden. Aber auch bei bestehenden Flächen kann durch Aufbringen
von 2 bis 3 mm Sand ein schnelleres Abtrocknen der Bodenoberfläche erzielt
werden. Zusätzlich kann durch Aerifizieren (Belüftung des Bodens, z.B. mit
einer Igelwalze mit langen Dornen) des Bodens und Verfüllen
der Löcher mit Sand die Drainage-Wirkung des Bodens verbessert werden. Sehr
leichte Böden können durch Einarbeiten von Kompost verbessert werden. Der
optimale pH-Wert des Bodens liegt zwischen 5,5 (leichte Böden) und 6,5
(schwerere Böden). Bei zu sauren Böden kann durch Kalkung der pH-Wert
angehoben werden. Darüber hinaus ist für einen dichten Rasen eine regelmäßige
Düngung notwendig. Hierzu eignen sich am besten Langzeitdünger, die die Nährstoffe
über einen Zeitraum von 3-4 Monaten dem Pflanzenwachstum angepasst
freisetzen. Eine kalium-betonte Düngung im Herbst erhöht außerdem die
Frosthärte des Rasens. Bei bereits stark vermoosten Rasenflächen sollte
zunächst durch Vertikutieren des Rasens (beste Zeit im Mai) der dichte Filz entfernt werden,
bevor durch die oben genannten Maßnahmen eine erneute Ausbreitung
verhindert wird. Ein Abtöten der Moose mit Hilfe sogenannter Moosvernichter*
(Eisensulfate) hat nur eine aufschiebende Wirkung, da die Ursachen für das
starke Mooswachstum nicht beseitigt werden
* In Berlin ist die Anwendung von Herbiziden (Unkrautbekämpfungsmittel)
in Haus- und Kleingärten verboten! - Auch wenn sie hier und dort in den
Garten-Centern verkauft werden - verboten!