Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin willkommen auf den Webseiten der Gartenfachberatung
|
|
Die meisten Gartenbesitzer werden mit der Stippigkeit an älteren
wertvollen Apfelsorten, wie Cox-Orangenrenette, Jamba, James
Grieve, Boskoop, Alkmene u.a., Bekanntschaft gemacht haben.
Diese physiologische Erkrankung zeigt sich an leicht eingesunkenen dunkelgrünen
bis braunen Stellen auf der Fruchtschale, beginnend im unteren Teil in Kelchnähe.
Die abgestorbenen Zellpartien dringen z.T. einige Millimeter ins Fruchtfleisch
und führen zu einem bitteren Geschmack. Vor allem spielt das Verhältnis
zwischen Kalium, Kalzium und Magnesium im Fruchtfleisch eine entscheidende Rolle
für das Auftreten der Erkrankung. Über das Entstehen der Stippe gibt es
verschiedene Theorien. Zunächst glaubte man, Calziummangel im Boden wäre
der Auslöser, musste ihn jedoch schnell ausschließen, weil die Blätter von Bäumen
mit stippigen Früchten optimal mit diesem Nährstoff versorgt waren.
Infolgedessen ist der Calziumtransport in die Frucht gestört. Die
einzelnen Zellen sind durch Wände voneinander getrennt. Die Stützfunktionen
dieser Zellwände werden durch Mittelllamellen gewährleistet, die Kalzium
enthalten. Wird das Calzium herausgelöst, bricht das Zellsystem (Wände)
zusammen und so entstehen die Stippeflecken. |
|
|
Aufgrund der geschilderten Symptome können
indirekte und direkte Gegenmaßnahmen erfolgen. Stippevorbeugend wirkt: Auf
einem ähnlichen Zusammenhang beruht die Blütenendfäule in Tomaten, Gurken
oder Paprika, die Schwarzherzigkeit bei Sellerie, Hohlfleckigkeit bei Möhren
oder das Auftreten von Innenblattnekrosen *** bei Salat oder Kohlpflanzen. Durch
regelmäßige Spritzungen empfindlicher Kulturen mit Calcium-Verbindungen kann
Mangel vorgebeugt werden. *(Abgabe von Wasserdampf über die Blätter; ** Xylem [das;
griechisch], Wasser leitender Gefäßteil des pflanzlichen Leitbündels |