Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin willkommen auf den Webseiten der Gartenfachberatung
Blattläuse ![]() |
Die
bekanntesten Pflanzenläuse sind die Blattläuse.
Es gibt über 800
Arten.
Die meisten von ihnen sind auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert.
Blattläuse sind sog.
Phloemsauger
1 und scheiden Honigtau
aus. Auf diesen siedeln sich bei hoher Luftfeuchtigkeit Rußtaupilze
an, die Blätter und Früchte mit einen schwarzem Belag verschmutzen.
Zudem werden durch den Honigtau Ameisen
2 angelockt. Große Schäden entstehen jedoch auch durch die
Übertragung von Krankheitserregern
~ besonders Viren
~ beim saugen. Da im Sommer bis zu 16
Blattlausgenerationen
auftreten können, wird ihr Lebensraum schnell knapp. Es entwickeln sich
daher neben den ungeflügelten auch geflügelte Blattläuse, die zu den
Pflanzen fliegen. Viele Arten von Blattläusen vollziehen alljährlich
einen Wirtswechsel.
So leben im Sommer die meisten von ihnen auf krautige Pflanzen. Dort
findet die eigentliche Massenvermehrung
statt. Im Herbst fliegen einige Läuse zu den Winterwirten,
meist Gehölze. Dort bringen sie Geschlechtstiere zur Welt. Die
Weiblichen legen nach der Paarung Eier ab, die überwintern. Im Frühjahr
schlüpfen daraus die „Stammmütter“.
Deren Nachkommen leben zunächst einige Generationen auf dem Winterwirt.
Irgend wann entwickeln sich, wieder geflügelte Läuse, von denen die Sommerwirte,
besiedelt werden. 1
Phloemsaft: Aber es gibt auch Ausnahmen, so gehört die Reb- und Blutlaus nicht zu den Phloemsauger, diese saugen nämlich die Zellen der Pflanze aus und geben folglich keinen Honigtau ab. 2
Ameisen: |
![]() mehlige Blattläuse |
Es sind bedeutende Blattlausgegenspieler in der Natur. Mit dem Legestachel injiziert die weibliche Aphidius je ein Ei in bis zu 500 Blattläusen.
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![]() schwarze Kirschblattlaus |
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Grundsätzlich sollte bevor es zu einer Bekämpfungsmaßnahme von Pflanzenläusen mit chemischen Mitteln kommt, beobachtet werden ob nicht bereits natürliche Gegenspieler - Marienkäfer, Florfliege, Schwebfliege u.v.m. vorhanden sind, diese benötigen aber auch oft einen sog. "Reifungsfraß" um wie beim Marienkäfer genügend Eier in die Blattlauskolonien abzulegen. Eine zu frühe Bekämpfung führt auch dazu, dass natürliche Gegenspieler keine Nahrung finden und somit deren Ausbreitung genauso beeinträchtigt wird. |
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