Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V. in Berlin willkommen auf den Webseiten der Gartenfachberatung

Ambrosia

zurück

Die  Gartenfachberatung informiert:

 

Blühende Ambrosia-Pflanze (Ambrosia artemisiifolia)  (Quelle: dpa)

 

gefährlich für Allergiker

Die Ambrosia ist eine Pflanze, die aus Nordamerika nach Deutschland gekommen ist. Und die – dank der Klimaerwärmung - nun gar nicht wieder weg will. Sie ist unscheinbar, aber gefährlich - für Allergiker und sogar für solche, die es bisher noch nicht sind.

Ab August fliegen sie, die besonders aggressiven Pollen der Ambrosia artemisiifolia, der Beifuß-Ambrosie. Sie sind, nach Einschätzung von Allergologen, die "potentesten allergenen Pollen weltweit".

Ambrosia produziert Unmengen davon. Die Pflanze, die mit Getreide- und Kartoffelladungen aus Nordamerika schon vor über hundert Jahren bei uns eingewandert ist, hat keine bunten Blüten, um Bienen anzulocken, sondern lässt sich vom Wind bestäuben. Und der transportiert die aggressiven Pollen Hunderte von Kilometern weit.

Asthmagefahr durch die Pollen der Ambrosia

Werden sie in größeren Mengen vom Menschen eingeatmet, lagern sie sich in den oberen Atemwegen ab. Dort setzen sie Proteine frei, die den menschlichen Körper anregen, Immunglobin-Antikörper zu produzieren. Mehr als zwei Drittel aller Menschen reagieren so auf die Ambrosia-Pollen. Fast die Hälfte sind anschließend sensibilisiert – das heißt: von nun an allergisch gegen Ambrosia.

Es kann sogar Menschen erwischen, die aufgrund ihres Alters dachten, sie seien bereits auf der sicheren Seite, was Allergien angeht. Bei manchen bleibt es auch nicht nur beim Niesen und Augenreiben. "Asthma plant" wird Ambrosia in Australien genannt, weil sie besonders häufig schwerere allergische Reaktionen wie Asthma provoziert.

Unkontrollierte Ausbreitung

In Deutschland haben sich bereits Experten zu einer Ambrosia-Krisensitzung getroffen. Lange Zeit waren die Sommer bei uns zu kühl und zu kurz für die Pflanze. Doch inzwischen hat sie es sich  auch in Berlin und Brandenburg Stand 4.09.06 (aus dem Süden Deutschlands kommend)  gemütlich gemacht – Und wegen der Klimaerwärmung breitet sie sich immer weiter aus.

Jede Pflanze produziert 40.000 - 60.000 Samenkörner, die bis zu 40 Jahre lang keimfähig sind. Autos nehmen sie am Straßenrand auf, Baufahrzeuge transportieren sie von einer Baustelle zur anderen. Besonders häufig gelangen Ambrosia-Samen durch verunreinigtes Getreide und Saatgut ins Land. Oder – zwischen Sonnenblumenkernen von ungarischen Feldern – im Vogelfutter. So könnte es passieren, dass dort, wo im Winter in ihrem Garten das Vogelhäuschen stand, in diesem Sommer ein Gast auftaucht ist – Ambrosia.

Ambrosia blüht ab August – reißen Sie die Pflanze dann nicht mit bloßen Händen aus, denn auch über die Haut kann man sich sensibilisieren. Und bedecken Sie Mund und Nase, zum Beispiel mit einer Feinstaubmaske.

Allergieauslösende Ambrosia-Pflanze in Berlin muss bekämpft werden!

Landespressestelle Berlin

Die Berliner Bevölkerung ist aufgerufen, bei der Bekämpfung dieser schädlichen Pflanze aktiv zu helfen. Es ist einfach, kleine Bestände zu vernichten. Dazu sollen die Pflanzen mit ihren Wurzeln ausgerissen werden und anschließend vernichtet, allerdings nicht über den Biomüll oder Kompost. Es ist dringend empfohlen, dabei Handschuhe zu tragen, um mögliche unangenehme Hautirritationen zu vermeiden. Ebenso wird geraten, eine Staubmaske zu benutzen. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst vornehmen. Wenn die Ambrosia-Pflanzen entfernt sind, ist es nötig, die befallenen Flächen anschließend neu und dicht zu bepflanzen oder mit einer Mulchschicht zu bedecken, um das Keimen der noch im Boden vorhandenen Samen der Ambrosia zu verhindern.

Ambrosia kann in Abhängigkeit vom Standort bis zu 1,5 m hoch werden. Die Stängel sind meist rötlich und behaart, sehr robust und verzweigen sich stark. Die Blütenköpfchen (gelb) bilden sich am Ende der Zweige in einer ährenartigen Traube. Der Pollen wird aus den Blüten morgens, wenn der Tau getrocknet ist, freigelassen.

Weitere Informationen zur Bekämpfung der Pflanze können beim Pflanzenschutzamt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingeholt werden. Es ist zu erreichen:
Montag und Freitag: 09.00-14.00 Uhr; Donnerstag: 12.00-18.00 Uhr (April bis September), 12.00-16.00 Uhr (Oktober bis März) sowie nach telefonischer Vereinbarung; Beratungs-Hotline zu pflanzenschutzlichen Problemen (während der Sprechzeiten) 030 700006-240; Anschrift Mohriner Allee 137, 12347 Berlin.