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Tomaten

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  Die Tomate  Paradiesapfel, Liebesapfel, (Lycopersicon lycopersicum und Lycopersicon esculentum), engl.: tomato, love apple, franz.: tomate, pomme d´amour.

Die Tomate gehört zu der botanischen Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Das Ursprungsland ist Südamerika bzw. Peru und Ecuador. Die erste Kulturform stammt vermutlich aus Mexiko. Sie wurde von den Spaniern nach Europa und von dort aus in die ganze Welt gebracht. Noch im 17. Jahrhundert galt die Tomate als Seltenheit und wurde hoch bezahlt. Bis zum Anfang dieses Jahrhunderts wurde sie nur als Zierpflanze angebaut, weil man sie für giftig hielt.  In Deutschland wurde die Beliebtheit des Nachtschattengewächs erst nach dem 1. Weltkrieg immer größer. Heute hat sie beim Gemüseverbrauch den Spitzenplatz eingenommen. 460.000 t werden jährlich davon verzehrt und ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Die Tomate, auch Paradies- oder Liebesapfel genannt, ist eine vitaminreiche und wohlschmeckende Frucht, denn das Fleisch der Tomate zeichnet sich durch natürliche Säuren, Vitaminen und Mineralstoffen aus. Die Blätter und Stiele sind mit Drüsenhaaren besetzt. Sie verleihen den Tomaten ihren typischen Duft. Der Geschmack hingegen ist von der Kombination von Zucker (Glukose und Fruktose) und Fruchtsäure (Zitronensäure) abhängig. Reife Tomaten haben einen niedrigeren Säuregehalt und einen höheren Zuckergehalt als unreife. Die höchsten Konzentrationen an Zucker, Vitamin C und Fruchtsäure haben Tomaten aus dem Freilandanbau. Unreife Tomaten sind grün und enthalten das Alkaloid Solanin. Der Verzehr von unreifen Tomaten kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und anderen Beschwerden führen. Während des Reifevorgangs baut sich das Solanin ab und es bilden sich die Stoffe Lycopin und Carotin. Die beiden Stoffe sind hauptsächlich an der Rotfärbung der Tomaten beteiligt. Lycopene färben die Tomaten rot und sind gleichzeitig Zellschutzstoffe. Beim Menschen stärken sie die innere Zellstruktur und fördern den Zellstoffwechsel.

Es gibt eine Vielzahl von Sorten, aus denen man für jeden Zweck die richtige auswählen kann: Spaliertomaten haben kleine, süßschmeckende Früchte und können auch gut in Töpfen gezogen werden. Die großen Fleischtomaten sind die besten Salattomaten.
Je nach Sorte variiert die Anzahl zwischen 2 und 10 Fruchtkammern. Fleischtomaten haben 5 oder mehr Kammern. Flaschentomaten (längliche Buschtomate), runde Tomaten, Eiertomaten und die kleinen Cherry Tomaten haben 2 bis 3 Kammern. Der Übergangs- oder Zwischentyp dieser Sorten hat 3 bis 5 Fruchtkammern. Fleischtomaten sind stark gerippt. Einige Sorten können bis zu 1Kg wiegen. Eiertomaten eignen sich wegen ihres intensiven Aromas für Salate, Suppen und Saucen und werden in Rezepten verwendet, bei denen der typische Tomatengeschmack im Vordergrund stehen soll.
Die Cherrytomate, Cocktail- oder Kirschtomate, (Lycopersicon esculentum var. cerasiforme) hat noch zwei kleine Verwandte, die bei uns noch relativ unbedeutend sind. Eine birnenförmige, rot- oder gelbfarbene Sorte (Lycopersicon esculentum var. pyriforme) und eine pflaumenförmige Sorte (Lycopersicon esculentum var. ribesiforme). Strauchtomaten oder Buschtomaten sind Tomaten, die mit Kelch und Stielen geerntet werden. Dafür eignen sich nur Sorten, bei denen die Tomaten zur gleichen Zeit reifen. Die Buschtomaten wachsen strauchig ohne Stütze. Ihre Seitentriebe brauchen nicht entfernt zu werden.

Da die Tomaten  aus den tropischen Ländern Süd- und Mittelamerikas stammen, gehören sie leider nicht gerade zu den pflegeleichten Pflanzen in unserem Garten, da unser Klima alles andere als ideal ist. Neben der gefürchteten Kraut- und Braunfäule machen auch andere Krankheitserreger den Pflanzen zu schaffen. Daher sollte schon bei der Auswahl und dem Kauf der Tomatenjungpflanzen auf eine gute Qualität geachtet werden. Kurze gedrungene Pflanzen sollten bevorzugt werden. Wer selber Tomaten vorziehen möchte sollte die Tomatensamen spätestens im März in nährstoffarme Anzuchterde aussäen.  Bei Zimmertemperatur keimen die Samen innerhalb von sieben bis zehn Tage und wachsen zügig weiter. In dieser Phase brauchen die jungen Tomatenpflanzen viel Licht und sollten rechtzeitig pikiert (vereinzelt) werden. Dazu werden sie in Torftöpfen (9 cm) umgesetzt und erst nach den letzten Frostnächten (Anfang Mai - Eisheilige) ins Freie gesetzt. Wichtig ist die Tomatenpflanzen nicht beim gießen zu beregnen und eher morgens als abends zu gießen, so können Pilzerkrankungen vorgebeugt werden. Ein Tipp: Bei der Pflanzung der Jung-Tomate gleich dicht an der Wurzel den Vorziehtopf (9 cm) eingraben, dieser dient so dann zur Aufnahme des Gießwassers. Auch sollten die Blätter der Tomatenpflanze nicht den Boden berühren, da hierüber eine Pilzinfektion möglich ist. Die ersten Blätter unter dem Fruchtansatz können auch entfernt werden.

 

Tomatensuppe

500g Tomaten
½ Liter Brühe ( Fleisch oder Gemüsebrühe)
1 Zwiebel
1 El Tomatenmark
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
Salz Pfeffer
Herbes de Provence Paste
 
Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl andünsten Die in Stücke geschnittenen Tomaten zugeben und mitdünsten.
Das Tomatenmark zugeben und kurz angehen lassen, die zerdrückte Knoblauchzehe zugeben und mit der Brühe aufgießen.
Das Lorbeerblatt zugeben mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen und kochen lassen.
Die Suppe mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren und durch ein Sieb streichen.
Mit der Herbes de Provence Paste würzen und nach Geschmack mit Creme Fraiche , Sahne oder Butterflöckchen verfeinern.